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Willmy Magazin Nr. 8 | Oktober 2015

INTERVIEW KÖPKE Nationalmannschaft. Das Wichtigste ist und bleibt aber, Foto: imago/WEREK dass jeder verinnerlicht, dass es um Teamarbeit geht und der Einzelne seine Leistung für das Team bringt. willmy magazin: Sie haben von der tollen Atmosphäre in Brasilien geschwärmt. Was hat diese Atmosphäre ausgemacht? Andreas Köpke: Die Stimmung dort war natürlich fantastisch und die Gastfreundschaft der Brasilianer enorm. Auch die Kulisse im berühmten Estádio do Maracanã ist natürlich einmalig. Die Fans, die uns vor Ort, aber auch von zu Hause aus unterstützt haben, haben diese Atmosphäre mit geprägt. Und der WM-Pokal hat alles gekrönt. willmy magazin: Als Sie Ihre Spielerkarriere begannen, gab es noch kein spezielles Training für Torhüter, inzwischen gehört neben Videoanalysen und Leistungsdiagnostik auch Ernährungsberatung dazu. andyköpke alstorwart bei dereuropameisterschaft 1996 mitoliverbierhoff, Welche Ernährungstipps bekommen denn Torhüter? der das entscheidendetor im Finale schoss. Andreas Köpke: Generell wird das Training und der damit verbundene Ernährungsplan immer indivi- willmy magazin: Wie unterscheiden sich junge duell abgestimmt und für den einzelnen Torhüter Spieler heute von denen zu Ihrer Zeit als Spieler? individualisiert. Andreas Köpke: Die Spieler werden heute schon sehr früh mit der digitalen Welt und den Medien konfrontiert willmy magazin: Unsere Leserinnen und Leser und auch darauf vorbereitet. Das war bei uns nicht so. sitzen bei der Arbeit viel. Haben Sie einen effektiven Auch durch die fundierte Ausbildung gerade im Jugend- Fitnesstipp für sie? bereich sind die Jungs heute auf ganz anderem Niveau Andreas Köpke: Bewegung und Pausen einplanen – und können viel konstanter spielen. auch im beruflichen Alltag Zeiten für sich schaffen. Ich setze mir bewusst Termine und gehe dann zum Beispiel willmy magazin: Ihr Sohn Pascal schoss bereits als laufen oder Golf spielen. Wenn man wenig Zeit hat, kann 18-Jähriger mit einem spektakulären Seitfallzieher ein man zum Beispiel auf dem Weg zum Büro nicht den „Tor des Monats“. Hätten Sie den Schuss gehalten? Aufzug, sondern die Treppe nehmen oder die Mittags- Andreas Köpke: (lacht) Gott sei Dank war das nicht pause für einen Spaziergang nutzen. meine Aufgabe. willmy magazin: Wie erkennen Sie, ob ein junger willmy magazin: Ihr Sohn sagte einmal, dass er Torwart das Zeug hat, sich zu einem Top-Torwart zu Ratschläge von Ihnen gerne annehme – schließlich entwickeln? Worauf achten Sie dabei? wüssten Sie als ehemaliger Torwart auch, wie Stürmer Andreas Köpke: Natürlich haben wir in Deutschland ticken. Was haben Sie ihm bisher beispielsweise geraten? sehr gute Torhüter und auch die Ausbildung der Keeper Andreas Köpke: Als Vater möchte man seinem Sohn ist auf hohem Niveau. Da sind entscheidende Faktoren natürlich immer zu Seite stehen. Aber noch wichtiger ist auch der Ehrgeiz und die Teamfähigkeit. Das muss es, seine Kinder zu bestärken, eigene Entscheidungen zu stimmig sein und zur jeweiligen Mannschaft passen. treffen und eigene Wege zu gehen. 12 Willmymagazin | oktober 2015


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